Fahrradtour planen: So gehst du vor + Ausrüstungs-Tipps

Du willst die nächste Fahrradtour planen. Vielleicht wird es sogar die allererste überhaupt für dich sein. Dabei ist es immer wichtig, dass du alle notwendigen Vorbereitungen sorgfältig durchgeführt hast. Wir geben dir viele Tipps zum Planen einer Fahrradtour, sowie der notwendigen Ausrüstung an die Hand.

Fahrradtour planen: So gehst du vor + Ausrüstungs-Tipps

Das genaue Reiseziel festlegen

Beim Fahrradtour planen solltest du dein Reiseziel möglichst genau festlegen. Nimm dir also nicht nur eine bestimmte Stadt als Ziel, sondern einen genauen Ort in dieser Stadt. Über die Entfernung bestimmst du dann, ob es nur ein Tagesausflug sein wird oder du eine längere Fahrradtour planen willst.

Dies ist auch von der Personenanzahl abhängig, die mit dir reisen wird. Insbesondere dann, wenn Kinder mitfahren und ihr deswegen nicht so viele Kilometer pro Tag einplanen könnten. Generell ist es unterhaltsamer mit wenigstens noch einer Person auf dem Fahrrad unterwegs zu sein. Im Zweifelsfall ist immer jemand an deiner Seite, der helfen kann.

Von der anderen Seite betrachtet, benötigt jede weitere Person auch ihre eigene Fahrradtour-Ausrüstung (zu der wir gleich noch kommen). Doch wenn möglich, würden wir das Reisen in einer Gruppe stets bevorzugen.


Fahrradtour individuell planen: Etappen festlegen

Ob du nur einen Tag, eine ganze Woche oder noch länger unterwegs sein wirst: Pausen sind wichtig! Also gehst du einmal die Karte durch und planst dir verschiedene Etappen ein. Wenn du bspw. in München startest und nach Berlin fahren willst, wirst du viele davon einlegen. Zum Kräfte tanken, um die Route zu überprüfen und dann mit neuem Elan die nächsten Kilometer radeln zu können.

Schon vorab solltest du dir für die Fahrradtour einen individuellen Plan erstellt haben. Natürlich kannst du auch spontan los fahren, aber dazu braucht es schon etwas Erfahrung. Schau also auf der Karte oder via Smartphone nach, wo es geeignete Rastplätze gibt. Welche Hotels, Ferienwohnungen etc. eignen sich zum Übernachten? Gibt es Sehenswürdigkeiten, Parks, Museen, Ausstellungen oder Events, die du unterwegs nicht verpassen möchtest?

Schritt für Schritt erstellst du dir somit deine Etappen. Setze dir dabei realistische Ziele pro Tag. Diese sollten auch ungewollte Pausen beinhalten. Außerdem kannst du nicht jeden Tag dieselben Kilometer fahren denn Geländeunterschiede machen die jeweiligen Etappen unterschiedlich anspruchsvoll.


Fahrrad-Navi oder Fahrradtour App nutzen?

Prinzipiell erfüllt ein Fahrrad bzw. Wander-Navi oder eine entsprechende App fürs Smartphone die gleiche Funktion. Für viele ist eine App die bessere Wahl denn dann muss kein zusätzliches Gerät gekauft werden. Früher konnten sich Fahrradfahrer nur anhand ihrer Karte und der Beschilderung navigieren. Heutzutage ist das durch Smartphones viel einfacher geworden.

Du kannst dir bspw. die Fahrradtour App „Komoot“ herunterladen. Sie erlaubt dir eine sehr detaillierte Planung mit Hilfe von verschiedenen Karten und Funktionen. Das integrierte Navi bringt dich sicher ans Ziel und erlaubt auch eine spontane Neuberechnung deiner Route.

Fahrradtour-Ausrüstung Tipps

Fahrradroutenplaner im Internet

Es gibt im Internet diverse Fahrradroutenplaner. Manche davon greifen auch einfach nur auf Google Maps zurück, andere bieten einige praktische Zusatzfunktionen an. Die nachfolgenden Fahrradroutenplaner können sie sich einmal genauer ansehen:

Fahrradtour planen: Die Gepäck-Checkliste

Nun, da dein Reiseziel und die Route feststehen, geht es an das Gepäck für deinen Ausflug. Hierbei kommt es ebenfalls auf deine Reisedauer an. Ein Tagesrucksack ist klein und kompakt. Mit ihm wirst du dich für einige Stunden selbst versorgen können.

Anders sieht es bei mehrtägigen Fahrradtouren aus. Da solltest du schon einen größeren Fahrradrucksack mit dir führen. Einfach um alle Kleidung, Lebensmittel und Kleinigkeiten sicher transportieren zu können. Auch Fahrradtaschen sind bei längeren Touren empfehlenswert. Folgende Punkte sollte deine Fahrrad-Ausrüstung, je nach tatsächlichem Bedarf abgestimmt, beinhalten:

Ausreichend Kleidung & Wechselsachen (im Sommer ggf. Badekleidung)

  • Ein bis zwei Handtücher
  • Wasserflaschen
  • Rucksack
  • Smartphone & Ladekabel
  • Bargeld & EC-Karte (sicher in der Rucksackmitte verstaut)
  • Fahrradhelm
  • Optimale Fahrradschuhe und eine Fahrradhose
  • Regenbekleidung für dich und deinen Rucksack
  • Karten zur Routenplanung
  • Kulturtasche mit Zahnbürste, Zahnpasta, Rasierer, Duschgel

Prüfe vor deiner Abreise auch unbedingt noch folgende Punkte an deinem Fahrrad:

  • Ein funktionierendes Fahrradlampe + Ersatzbatterien, falls kein Dynamo verwendet wird
  • Bremsen nachziehen
  • Fahrradwerkzeug
  • Ggf. Gepäckträgertaschen und Fahrradtasche vorn
  • Getränkehalter für unterwegs
  • Ausreichend Profil auf den Reifen
  • Flickzeug für kleine Reparaturen

Solltest du deine erste Fahrradtour planen, so nimm hierzu bitte die Hilfe einer Fahrradwerkstatt in Anspruch und lässt dein Fahrrad beim Kundendienst durchchecken. Deine Sicherheit geht immer vor!

Dieses umfassende Video zur Fahrradtour-Ausrüstung erklärt dir, was alles für eine Reise mit dem Rad wichtig sein kann:

Fahrradtour mit welchem Fahrrad?

Solltest du nur eine Fahrradtour von einem Tag planen, so genügt fast immer das Stadt- oder Trekkingrad. Hauptsache mit einer funktionierenden Gangschaltung, damit du im Gelände stets energiesparend fahren kannst.

Für mehrtägige Touren empfiehlt sich ein sogenanntes Reiserad. Dieses steht wegen seiner stabilen Bauweise noch über dem Trekkingrad. Außerdem besitzt es eine sehr angenehme Laufruhe und die Hersteller legen viel Wert auf Komfort. Schließlich wirst du auf ihm viele Kilometer verbringen. Folgende Aspekte solltest du bei deinem Fahrrad beachten, damit deine Fahrradtour von Erfolg gekrönt sein wird.

Rahmen: Ein verwindungsfreier Rahmen in angemessener Größe ist wichtig. Eine kleine Faustformel besagt, dass du deine normale Schrittlänge minus 25 Zentimeter rechnen solltest. Damit erhältst du die passende Rahmengröße.

Jeder Rahmen besitzt ein zulässiges Höchstgewicht. Hierbei sind alle Angaben zu deinem Körpergewicht, der Schwere des Fahrrads, sowie dem Gepäck zu addieren. Inklusive aller Taschen, welche deine Besitztümer transportieren.

Gepäckträger: Auch der Gepäckträger kann nur bis zu einer bestimmten Grenze sicher das Gepäck transportieren. 30 bis 40 Kilogramm sollten es schon sein. Liegt zu viel Gewicht auf der Hinterachse, verändert dies das Fahrverhalten deines Rades.

Reifen: Je breiter der Schlappen, desto mehr Dämpfung erzeugt er. Möchtest du möglichst angenehm reisen, sollte der Reifen nicht zu schmal sein. Das Profil verrät den Verwendungszweck. Je grober die Stollen, desto besser kannst du dich mit den Reifen im Gelände bewegen.

Bremsen: Hier gilt es eine hydraulische Bremse zu bevorzugen, weil sie stets dieselbe Menge an Kraft überträgt. Hydraulische Scheibenbremsen funktionieren auch noch bei Nässe.

Schaltung: Hier kommt es darauf an, wie viel du dich im Gelände bewegen willst. Je bergiger die Fahrradtour, desto leichtgängiger sollte die Schaltung im untersten Gang sein. Ob Ketten- oder Nabenschaltung, ist dabei eine Wahl des persönlichen Geschmacks.

Sitzposition: Du solltest während des Fahrens immer mal wieder eine andere Körperhaltung einnehmen. Lenkerhörnchen und Rennradlenker bieten dir verschiedene Möglichkeiten zum Greifen. Somit variierst du den Winkel zwischen Handgelenk, Unter- und Oberarm immer mal wieder. Zu einseitiges Fahren erhöht die Wahrscheinlichkeit einer schnellen Ermüdung. Schlimmstenfalls bekommst du Rückenschmerzen oder Beschwerden in den Gelenken.

Fahrradtour planen: So gehst du vor + Ausrüstungs-Tipps
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